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Web-Services – ohne Suchen und ohne PC
Dienste-Plattform bietet regional abgestimmte Infos und Services über den vertrauten Bedienkomfort des Fernsehgeräts
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Was passiert vor der Haustür? Wie wird das Wetter? – Das sind Lieblingsthemen von Senioren. Ein Server bei den Kabelnetz-Betreibern schickt solche Internet-Informationen direkt an den häuslichen Fernseher, da die Zielgruppe die Nutzung des PC oft fürchtet.© IDMT
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Was passiert vor der Haustür? Wie wird das Wetter? – Das sind Lieblingsthemen von Senioren. Ein Server bei den Kabelnetz-Betreibern schickt solche Internet-Informationen direkt an den häuslichen Fernseher, da die Zielgruppe die Nutzung des PC oft fürchtet.© IDMT
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Was passiert vor der Haustür? Wie wird das Wetter? – Das sind Lieblingsthemen von Senioren. Ein Server bei den Kabelnetz-Betreibern schickt solche Internet-Informationen direkt an den häuslichen Fernseher, da die Zielgruppe die Nutzung des PC oft fürchtet.© IDMT
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Surfen mit der Fernbedienung: Web-Inhalte werden am TV-Gerät abgerufen.© IDMT
Innovationsgrad
Marktreife2010
Auch wenn das Internet als nahezu universelle Informationsquelle kaum mehr wegzudenken ist: Der Zugang zu PC und Online-Anbindung in den Haushalten ist noch lange keine Selbstverständlichkeit. Jeder vierte deutsche Haushalt ist offline. Und in der Bevölkerungsgruppe über 50 Jahre nutzt im privaten Bereich weit weniger als die Hälfte einen heimischen Internetanschluss. Vor allem viele ältere Menschen wollen sich ganz bewusst nicht mit der Computernutzung vertraut machen oder fühlen sich überfordert, wenn sie den PC nutzen sollen. Dass die Vorteile neuer Medien nicht nur via Computermonitor in die Haushalte gebracht werden können und dass diese Alternative selbst für die PC-Nutzer einen Mehrwert bringen kann, zeigt eine am Fraunhofer IDMT entwickelte Technologie-Plattform für Informationsdienste in den Breitband- Kabelnetzen. Für den Zugriff auf die Informationen wird lediglich die vertraute Fernbedienung des TV-Gerätes benötigt. Mit einem Tastendruck kann sich der Nutzer am Fernsehbildschirm durch die einzelnen Informationsdienste navigieren. So lässt sich der Wetterbericht abrufen, das aktuelle Kino- und Theaterprogramm anzeigen, Online- Ausgaben von Zeitschriften durchblättern, aktuelle Staumeldungen und Fahrplanänderungen der Bahn aufrufen oder die Daten der übers Wochenende diensthabenden Ärzte und Apotheken. Dem Internet gegenüber hat die Verbreitung der Inhalte über das Fernsehkabel nicht nur den Vorteil, das Angebot bequem und ohne technische Hürde vom Wohnzimmersessel aus nutzen zu können. Ein weiterer Pluspunkt liegt in der regional aufgeteilten Struktur der Kabelnetze in ganz Deutschland. Denn die klare örtliche Begrenzung des Sendegebiets erlaubt es, bereits bei der Einspeisung die Auswahl der Wetterdaten, Veranstaltungshinweise oder Rufnummern von Ärzten, Kliniken und Pflegediensten auf die jeweilige Region abzustimmen. Im Gegensatz zur Recherche im Internet lassen sich so die für den Wohnort des Nutzers entscheidenden Informationen ohne langes Suchen „wie selbstverständlich“ sofort finden.
Entwickelt wurde die Technologie-Plattform gemeinsam mit zwei Industriepartnern im Rahmen eines vom Thüringer Kultusministerium geförderten Projekts. Das Konzept deckt den gesamten Aufbau und Betrieb der Informationsdienste im Breitband-Kabelnetz ab: Von den Infrastrukturkomponenten für die Kabelbetreiber bis zu Autorenwerkzeugen für die Erstellung und Pflege der Informationsdienste. In der Kopfstation des Kabelbetreibers wird dazu ein zentraler Dienste-Server integriert, über den die Informationsangebote in das Kabelnetz eingespeist werden. Die Informationsinhalte selbst lassen sich entweder automatisch von Internetanwendungen übernehmen oder können von externen Dienstanbietern erstellt und auf dem Server hinterlegt werden.
Ziel der Entwicklung war einerseits ein System anzubieten, das bereits mit der heutigen Standardausstattung in den Haushalten umgesetzt werden kann. Andererseits sollen damit aber auch bereits absehbare Weiterentwicklungen aufgegriffen werden, um einen grundlegenden Beitrag zum Zusammenwachsen der verschiedenen Übertragungswege des Fernsehens und dem Internet zu leisten. Eine Anpassung des Systems zur Nutzung anderer Übertragungstechniken wie Satellit oder Antenne ist ebenso denkbar wie die Integration in ein Hybridsystem, das sowohl Internetanschluss wie Breitband-Kabelnetz zur Übertragung von Inhalten an die TVEndgeräte nutzt. Durch die Koppelung von DSL- und Kabelanschluss an den Set-Top-Boxen der Kabelkunden etwa können auch die über die Technologie- Plattform vertriebenen Informationsdienste einen zusätzlichen Mehrwert bieten: Weil in diesem Fall auch ein Rückkanal zur Verfügung steht, der das Senden von Informationen vom Fernsehgerät zurück zum Dienste-Server ermöglicht, können auch am Fernsehgerät interaktive Servicedienste genutzt werden. Im Internet bereits weit verbreitete Angebote wie die Terminreservierung beim Arzt, die Menüauswahl beim Essen-auf- Rädern-Anbieter oder der Kontakt zum Pflegedienst können dann auch über das TV-Gerät genutzt werden: Der Fernseher wird zu einem besonders einfach zu verstehenden PC.
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