Sicher bei „Wolken“-Bruch

Studie wägt Vor- und Nachteile von Cloud-Computing-Systemen in Unternehmen ab

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Studie wägt Vor- und Nachteile von Cloud-Computing-Systemen in Unternehmen ab.

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06. Oktober 2009 — 

Nur das bezahlen, was man wirklich nutzt: Diese Maxime klingt logisch - selbstverständlich ist sie nicht. Gute Beispiele dafür sind Software und Rechenressourcen. Unternehmen müssen Office-Programme zu Hunderten lizenzieren und Spezialprogramme auch dann bezahlen, wenn sie nur selten genutzt werden. Eine Alternative ist das Cloud-Computing. Hier wird nur derjenige Zeitraum abgerechnet, in dem eine bestimmte Software und Rechnerkapazitäten auch tatsächlich genutzt werden: dazu mieten Unternehmen Computerleistung und Anwendungsdienste bei einem (derzeit noch meist amerikanischen) Dienstleister an und bezahlen nur die jeweils in Anspruch genommenen Ressourcen. Firmen und Konzerne können dabei nicht nur auf den Einkauf und Aufbau eigener ITInfrastrukturen verzichten – sie können damit auch ihre Kosten senken. Trotzdem aber bewegt sich die Zahl der Unternehmen, die Cloud-Computing-Systeme tatsächlich nutzen, nach einer aktuellen Studie des Analystenhauses IDC bei unter zehn Prozent. Ungefähr ebenso viele lehnen ein Auslagern der IT für sich ab oder haben noch nicht entschieden. Allerdings bedeutet das auch: Rund 75 Prozent aller Unternehmen haben sich noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt.

Mit einer aktuellen Studie zum Thema Sicherheit von Cloud Computing Systemen informiert das Fraunhofer SIT nun umfassend über die Vor- und Nachteile sowie die Risiken der Angebote. Die Studie beschreibt unter anderem die Beweggründe von Unternehmen für den Einsatz von Cloud-Systemen und gibt Hinweise und Empfehlungen zur Evaluierung von Cloud-Computing-Angeboten. Dabei gilt: Unternehmen sollten Cloud-Architekturen nur dann nutzen, wenn der angebotene Service mindestens 30 Prozent günstiger ist als eine konventionell genutzte ITInfrastruktur. Denn das Nutzen von Cloud-Services macht Unternehmen auch abhängig von Preiserhöhungen. Andererseits können Verantwortliche über Cloud-Computer eine nötige Erweiterung ihrer IT deutlich schneller und flexibler realisieren als wenn diese im eigenen Unternehmen aufgebaut und entsprechende Software gekauft, installiert und gewartet werden muss. Die Studie stellt zudem die Architektur von Cloud Computing Systemen vor und beschreibt die wichtigsten Akteure und deren Rollen. Die richtige Auswahl der Cloud-Services wird ebenso beschrieben wie wichtige Sicherheitsfunktionen und -konzepte. Am konkreten Beispiel einer SOLL-IST-Analyse illustrieren die Forscher vom neu gegründeten Standort des SIT in Garching bei München zudem, welche Sicherheitskriterien beachtet werden müssen und sie skizzieren Lösungswege, um die Lücke zwischen SOLL und IST zu schließen. Ziel ist es, die Vorteile von Hard- und Softwaresystemen „in den Wolken“ zu nutzen und selbst bei einem „Wolkenbruch“ noch auf der sicheren Seite zu sein.

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