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Mobilität unter Strom
Aktuelle Studie zeigt, dass E-Mobility bei deutschen Städten und Kommunen auf steigendes Interesse stößt
© RWE —
Elektro-Smart an einer RWE-Stromzapfsäule vor dem Brandenburger Tor in Berlin.
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Die Fahrt der Elektromobile beschleunigt sich: Allein in Deutschland wird bereits in drei Jahren mit dem Einstieg von E-Autos in den Massenmarkt gerechnet. Vorsichtigen Schätzungen zufolge werden im Jahr 2020 etwa 1,6 Millionen Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs sein. Schon heute findet im Bereich Elektromobilität ein rasanter Wandel in der Gesellschaft statt: vom ursprünglichen Nischenprodukt für Technikverspielte und besonders Umweltbewusste hin zum anerkannten und sogar attraktiven Auto mit herausragenden Fahreigenschaften. Die Konsequenz: Es entsteht ein bedeutender Markt für Automobil- und Batteriehersteller, Energieversorger oder Abrechnungsdienstleister. Die „E-World“, die als Treffpunkt der Branche wieder im kommenden Februar in Essen stattfinden wird, zeigt die wachsende Bedeutung dieses Themas: Zu der Messe, bei der InnoVisions eine Medienpartnerschaft übernommen hat, werden rund 17.000 Besucher und 500 Aussteller aus 30 Ländern erwartet. Und geht es nach dem Willen der Politik, wird Deutschland im Bereich Elektromobilität schon bald zur Weltspitze zählen. Allein das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt diese Entwicklung mit 750 Millionen Euro. Dabei ist der sich entwickelnde Wirtschaftszweig eMobility schon heute nicht nur mit Branchen wie der Automobilindustrie und Energieerzeugern verlinkt. Die Vorteile von Elektrofahrzeugen stoßen vor allem in dicht besiedelten Städten auf steigendes Interesse. Der aktuellen Studie »Elektromobilität-Städte und Kommunen als Partner der Energieversorger« des Energiedienstleisters con-energy zufolge schätzen sieben von zehn Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern die Bedeutung der Elektromobilität in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren als hoch oder sogar sehr hoch ein. Jede vierte Stadt engagiert sich bereits in diesem Bereich. Belegt wird außerdem, dass jede fünfte Stadt, die heute noch nicht in punkto Elektromobilität aktiv ist, in den nächsten Jahren ein konkretes Engagement plant. Knapp die Hälfte möchte bereits innerhalb der nächsten zwei Jahre einsteigen. Die Untersuchung, die im Mai diesen Jahres unter 105 deutschen Städten und Kommunen mit mehr als 20.000 Einwohnern durchgeführt wurde, zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Größe der Stadt und bereits begonnenen Aktivitäten: Knapp die Hälfte aller Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern plant bereits für und mit Elektromobilität. Zentral dabei: Die Ergänzung des Fuhrparks durch Elektrofahrzeuge. Auch der Aufbau beziehungsweise die Erweiterung der städtischen Ladeinfrastruktur spielt eine wichtige Rolle. Ebenso stehen die Integration von eMobility in die Stadtentwicklung sowie der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs im Fokus. Fragen zu Genehmigungsverfahren bezüglich des Aufbaus von Ladeinfrastrukturen oder zum Thema Elektrofahrräder dagegen bewerten die Städte und Kommunen als weniger dringend.
Die Studie zeigt auch, dass rund 30 Prozent aller Städte überhaupt keine Aktivitäten im Bereich der Elektromobilität planen. Abschreckend für rund ein Fünftel dieser Befragten sind dabei ein zu hoher Aufwand beziehungsweise zu hohe Kosten. Fast ebenso viele haben schlicht keinen Bedarf. Vor allem aber ist die Unsicherheit bei diesen Städten und Kommunen offensichtlich hoch: rund 50 Prozent derjenigen, die nicht im Bereich Elektromobilität planen ist sich unsicher darüber, ob sie als Stadt beziehungsweise Kommunen überhaupt für dieses Thema zuständig sind und nicht vielmehr Wirtschaft und Bürger das Thema Elektromobilität voranbringen sollten.
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