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Mediales Geburtstagsfeuerwerk
Die „IFA“ (3. – 8. September) wird 50 und reitet auf einer Welle topaktueller Medientrends
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Schon vor Beginn der bedeutendsten Leistungsschau für Consumer Electronics beherrschen die Messethemen die Medien: Mit dem Regelbetrieb von HDTV hat die neue Fernsehgeneration endlich den Massenmarkt erreicht, und auch in Sachen Kompatibilität deutet sich mit neuen Zugangstechnologien wie etwa der CI-plus- Schnittstelle eine Überwindung der Grenzen zwischen Programmanbietern und Netzen an. Mit dem Standard „Wireless- HD“ ist die Übertragung bester Qualität nun auch drahtlos auf die Endgeräte möglich, allerdings ist das Management der heimischen „Medienzentrale“ durch weitere neue Streaming-, Server- und NAS-Lösungen nicht gerade übersichtlicher geworden. Vielleicht brauchen wir ja bald schon einen Berater für die optimale Ausstattung in unserem Wohnzimmer, denn die Aussteller der diesjährigen IFA werden außerdem demonstrieren, wie sie die im Kino bereits etablierte 3D-Technik auch auf die HD-Geräte im Wohnzimmer bringen wollen. Auch das DVBKonsortium (das übrigens die nächste Generation von DVB-T präsentieren wird) arbeitet an einer 3D-Erweiterung für das digitale Fernsehen, während sich Blu-ray schon heute als erste Wahl für die Distribution der neuen dreidimensionalen und hochauflösenden Filme positioniert. Sogar stereoskopische Videokameras für den Privatgebrauch werden Messebesucher dieses Jahr erleben können, wie etwa einen 3D-Camcorder von Panasonic. Zu sehen sind auf der IFA außerdem die ersten großen OLED-Fernseher in Serie.
Zum Dauerthema „Konvergenz“ werden die Aussteller auf der IFA wieder eine Vielzahl von Insellösungen präsentieren, die „Zappen“, „Browsen“ und „Videotelefonie“ zusammenführen sollen – vom Web-Browser bis zu proprietären Tools und Widgets. Fehlende (offene) Standards scheinen hier als erhebliche Innovationsbremse zu wirken, und auch in diesem Jahr werden die Anbieter darauf wohl noch keine Antwort haben. Lichtblicke sind da der hybride hbb-Standard, für den sich der Verein „Deutsche TV-Plattform“ auf der Messe stark machen wird, und die webbasierte nächste Generation des guten alten Videotext.
Darüber hinaus ist bereits seit Monaten eine heiße Debatte über die Chancen und Risiken der vierten Mobilfunkgeneration entbrannt. Die Befürworter sehen darin den endgültigen Durchbruch für mehr Interaktion in den bisher doch noch ziemlich „linearen“ Medien. Auch Fraunhofer lädt zu einem mit Spannung erwarteten Launch seiner interaktiven Videotechnologie ein, die vor allem dem Marketing eine völlig neue „Zielgenauigkeit“ ermöglichen soll.
Ein „Usability-Park“ macht diesmal für die Messebesucher Design erlebbar, und im technologischen Schmelztiegel der Messe, dem „TecWatch Innovationszentrum“, wird unter anderem das Wohnen der Zukunft durchgespielt.
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