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IT ist der „Schlüssel“ für AAL

Studie erfasst Marktpotenzial von Informations- und Medientechnologien für Ambient Assisted Living

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23. März 2009 — 

Das Fraunhofer ISI hat im Rahmen des Forschungsprojekts FAZIT die Marktpotenziale IT-unterstützter Pflege für ein selbstbestimmtes Altern untersucht. Belegt wird darin die besondere Bedeutung von Informations- und Kommunikationstechnologien für die Zukunftsfähigkeit traditioneller Branchen wie Gesundheitsdienstleistungen, Pflege, Medizintechnik und Wohnungswirtschaft. Dazu werden zunächst die gesellschaftlichen Entwicklungen, die den aktuellen gesellschaftlichen Wandel vorantreiben, ebenso skizziert wie das Leitbild »selbstbestimmtes Altern«, das die Konzeption und Weiterentwicklung von Anwendungen im Bereich AAL maßgeblich beeinflusst. Auf Basis einer Literaturanalyse werden danach die Potenziale beziehungsweise Hemmnisse der Umsetzung von AAL-Lösungen diskutiert und Empfehlungen zur künftigen Entwicklung am Standort Baden-Württemberg gegeben. Dabei werden Konzepte, technische Grundlagen und Anwendungsbereiche erläutert.

Die Schrift umfasst sämtliche derzeit vorstellbaren Anwendungsbereiche des AAL. Vom Einsatz bei „Gesundheit und Pflege“ über „Haushalt und Versorgung“ bis hin zu „Sicherheit und Privatsphäre“ oder „Kommunikation und soziales Umfeld“. Da sich der Markt erst entwickelt, fehlen allerdings erprobte kooperative Geschäftsmodelle zur Vernetzung der IT-Wirtschaft mit Anbietern medizinischer Produkte, Ärzten, pflegerischen Leistungserbringern und der Wohnungsbauwirtschaft. In all diesen Bereichen könnten sich zudem Probleme der Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Geräten, Netzen und Dienstleistungen sowie eine fehlende Standardisierung als Innovationsbarrieren erweisen. Vergleichbares gilt für offene Fragen im Bereich der Finanzierung von ambienten Systemen oder zur Datensicherheit und der informellen Selbstbestimmung.

Auch der Bereich Nachfrage und Angebot von AAL wurde untersucht. Danach wird sich AAL in den kommenden vier Jahren so intensiv weiter entwickeln, dass erste standardisierte Geräte beispielsweise im Home-Automation-Bereich auf den Markt kommen. Weil AAL-Anwendungen sowohl auf neuen Technologien als auch auf Dienstleistungen basieren, ist ein systematisches Verständnis des Innovationsprozesses erforderlich, das sowohl die Prozesse als auch die Akteure der gesamten Wertschöpfungskette im Bereich Gesundheitswirtschaft und daran gekoppelter Branchen und Marktbereiche umfasst. Notwendig ist auch ein differenziertes Bild der Interessen und Bedürfnisse von Endanwendern. So ist deren Nutzungsbereitschaft in AAL-Anwendungsbereichen hoch, wenn es um Innovationen wie automatische Alarmsignale, Sturzarmbänder, Lichtsignale für Schwerhörige, intelligente Kleidung, automatisch regulierende Heizkörper oder automatisches Abschalten von Gefahrenquellen geht. Relativ gering dagegen ist die Nutzungsbereitschaft für Kommunikations- und Dienstleistungsanwendungen über den Bildschirm. Insbesondere hier kommt es in den nächsten Jahren auf die Entwicklung intuitiv bedienbarer Anwendungen an, die den Ansprüchen und Erwartungen der Zielgruppe älterer Menschen gerecht werden.

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http://innovisions.de/beitraege/it-ist-der-schluessel-fuer-aal/

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