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Gute Prognosen für das Krankenhaus
Spezialisten für Kliniktechnik und -organisation arbeiten gemeinsam an ganzheitlichen Lösungen
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Das Mittagessen für die Patienten nicht mehr wie bisher in der Zentralküche, sondern direkt auf den Stationen zu erwärmen, mag logistisch sinnvoll sein. Wenn dafür nahezu gleichzeitig in allen Stationsküchen die Öfen angeschaltet werden müssen, könnte die Suche nach einer verbesserten Energiebilanz des Krankenhauses genau eine entgegengesetzte Empfehlung liefern. Dieses einfache Beispiel ist in seinen Zusammenhängen noch überschaubar.
Entscheidungen zum Einsatz von Medizintechnik, bei der Organisation von Klinikdienstleistungen, den Logistikprozessen der Materialversorgung oder beim kosten- wie ressourcensparenden Betrieb lösen jedoch meist weitaus komplexere Wirkungsketten aus. Die Folge: Sowohl Klinikleitung als auch Entwickler von Teillösungen für eine effiziente und verbesserte Patientenversorgung können den Gesamtnutzen einzelner Maßnahmen vorab nur schwer einschätzen.
Die vier Fraunhofer Institute ISST, IML, IMS und UMSICHT wollen deshalb gemeinsam mit mehr als 20 Partnern aus Forschung und Gesundheitswirtschaft ganzheitliche Lösungen für das Krankenhaus der Zukunft entwickeln.
Die Arbeiten werden im Rahmen der Initiative med.in.NRW vom Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen gefördert. Ziel des Projekts ist es, Ursache-Wirkungszusammenhänge über die einzelnen Fachbereiche hinweg simulieren und bearbeiten zu können. So kann beispielsweise besser prognostiziert werden, ob geplante Verbesserungen in einem Bereich zu unerwünschten Effekten in anderen Bereichen führen. Um die Abläufe in den Kliniken transparent zu machen, werden beispielsweise RFID-Technologien zur Objektverfolgung eingesetzt. Auf diese Weise können Materialflüsse
besser koordiniert und gesteuert werden. Parallel dazu werden IT-Lösungen entwickelt, mit denen der Materialbestand oder auch die Belegung einzelner Räume in Echtzeit abrufbar sind. Weil derzeit in den meisten Kliniken unterschiedliche Systeme zum Waren- oder Raummanagement eingesetzt werden, müssen die Forscher aber zunächst
geeignete Verknüpfungen zwischen diesen Systemen aufbauen. Damit werden nicht nur die sonst (immer noch) nötigen Mehrfacheingaben überflüssig, es können auch alle Abläufe in einem übersichtlichen big picture abgebildet werden. Um auf Veränderungen der Patientenströme besser reagieren zu können, sollen in den Kliniken zudem flexiblere Strukturen geschaffen werden. So werden beispielsweise die Räume mit intelligenten Assistenzfunktionen ausgestattet, die eine Anpassung an die aktuell nötigen Versorgungsbedürfnisse erleichtern. Damit die Patientenversorgung möglichst effizient und wirtschaftlich gestaltet werden kann, erarbeiten die Projektpartner auch Konzepte für das serviceorientierte Krankenhaus. Die Behandlungs- und Pflegeprozesse werden dazu als einzelne Dienstleistungen konzipiert. Dies erleichtert die Unterstützung der Einzelprozesse durch die Klinik-IT, ermöglicht den gezielten Einsatz von Effizienzstrategien und macht die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Klinikbereiche sichtbar. Zudem können die verschiedenen Services flexibel zu neuen Behandlungsangeboten zusammengestellt werden. Außerdem entwickeln die Projektpartner Methoden und Werkzeuge, mit denen die Energieeffizienz der Krankenhäuser erfasst, analysiert und zielgerichtet erhöht werden kann.
- Behandlungsprozesse
- Assistenzsysteme
- Materialfluss
- RFID
- Simulation
- Nordrhein-Westfalen
- med.in.NRW
- Oberhausen
- Gesundheitswirtschaft
- UMSICHT
- Fraunhofer-Institut für Umwelt- Sicherheits- und Energietechnik
- IML
- Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik
- Energieeffizienz
- Krankenhausmanagement
- Krankenhaus-IT
- Klinikorganisation
- Krankenhaus
- Klinik
- Dortmund
- Berlin
- ISST
- Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik
- Medizintechnik
- Medizin
- Pflegeprozesse
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