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Fanta 4 in 3D
STAN sorgt für perfektes Stereo-3D
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© HHI —
Bei der Live-Übertragung des Konzerts der Fantastischen Vier im September 2010 in 88 Kinos bundesweit war das HHI mit seinem Assistenzsystem für Stereo-3D mit von der Partie.
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STAN des HHI ermöglicht einen automatisierten 3D-Produktionsprozess.© IUK
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Bei der Live-Übertragung des Konzerts der Fantastischen Vier im September 2010 in 88 Kinos bundesweit war das HHI mit seinem Assistenzsystem für Stereo-3D mit von der Partie.© Matthis Heyde, Fraunhofer
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Bei der Live-Übertragung des Konzerts der Fantastischen Vier im September 2010 in 88 Kinos bundesweit war das HHI mit seinem Assistenzsystem für Stereo-3D mit von der Partie.© HHI
Mit STAN (Stereoscopic Analyzer), dem marktreifen Assistenzsystem für perfektes Stereo-3D, war das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut HHI am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand auf der IFA 2011 vertreten und griff somit einen der zentralen Trends der Messe auf.
Mithilfe einer Kombination aus Hard- und Software realisiert STAN einen automatisierten 3D-Produktionsprozess. Bereits während der Aufnahme erfasst und analysiert es die Stereo-Bilder so, dass die Einstellungen der beiden Kameras in Echtzeit an die Szene angepasst werden. Auch ist es möglich, eventuell verbleibende Verzerrungen in Echtzeit elektronisch nachzukorrigieren. „STAN bietet dem Nutzer gleich zwei mögliche Anwendungsgebiete: Das Assistenzsystem kann für die Aufzeichnung von Stereoinhalten und für die Echtzeitübertragung von Live-Veranstaltungen eingesetzt werden. Zudem können Metadaten für eine spätere 3D-Post-Produktion erzeugt und gespeichert werden“, erläutert Jürgen Thomas Rurainsky vom HHI.
Als am 28. September 2010 ein Konzert der Fantastischen Vier live und in 3D in 88 Kinos bundesweit übertragen wurde, war das HHI mit zwei Versionen des Stereo-Analysegeräts STAN vertreten: Diese wurden vor Ort bei der Aufnahme des Konzerts vor dem Bildmischer in den Produktionsablauf integriert. Zahlreiche Parameter, wie z. B. Stereobasis, Farbanpassung, Stereogeometrie oder die Ausrichtung der beiden Kameras können sich bei der Aufnahme von 3D-Inhalten von Szene zu Szene ändern – in Abhängigkeit von Motiv, Inhalten, Nah- und Fernpunkt sowie Konvergenz- und Fokusebene. Bei der Übertragung solcher Großveranstaltungen in 3D besteht das Ziel darin, die Zeit für die Post-Produktion so gering wie möglich zu halten. „Dank STAN betrug die Post-Produktionszeit gerade mal zwei Wochen. Danach konnte man die 3D-Blu-Ray des Fanta 4-Konzerts bereits käuflich erwerben“, führt Rurainsky aus.
Das Assistenzsystem des HHI ermöglicht, dass die bei der 3D-Aufnahme berechneten Werte direkt an beide Kameras weitergegeben werden. Auf diese Weise werden falsche Einstellungen umgehend ermittelt und entweder manuell oder automatisch korrigiert. Vertikale Disparitäten, Farbvarianzen, Augendivergenzen sowie die Nichteinhaltung der Rahmungsregel oder des verfügbaren Tiefenbudgets gehören ab sofort der Vergangenheit an. „Die Korrekturen realisiert STAN durch eine ideale Positionierung der beiden Kameras mittels Motorsteuerung, welche durch die in Echtzeit berechneten Parameter geschieht“, so Rurainsky weiter.
Laut des Wissenschaftlers dauere es noch zwei bis vier Jahre bis 3D-Fernsehen Einzug in die heimischen Wohnzimmer halte: „Die autostereoskopischen Displays gibt es bereits, aber es sind noch nicht genügend 3D-Inhalte vorhanden. Es fehlt ein Schritt in der Verarbeitungskette. Jedoch können zehn Prozent der Bevölkerung einfach kein 3D sehen. Dieses Phänomen nennt man Lazy Eyes, bei dem ein Auge schlechter ist als das andere.“ Zudem möchte nicht jeder Fernsehzuschauer alle Inhalte jederzeit in 3D sehen. Ein von der Tribüne aus aufgenommenes Fußballspiel in 3D sei nicht wünschenswert, wohingegen Aufnahmen in geschlossenen Räumen wie in der Oper, im Theater, beim Boxen oder Volleyball sinnvoll seien. In zehn bis 15 Jahren sei Zuhause sogar das Fernsehen per Holographie möglich, bei dem Bilder im Raum projiziert und betrachtet werden. Man darf also auf die IFA in den kommenden Jahren gespannt sein. (nst)
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