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Offene Verwaltungsdaten für die Wissenschaft
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Datenbanken von Verwaltungen und Institutionen gehören zu einem der wichtigsten Instrumente moderner Forschung. Ziel des im Juni 2011 gestarteten EU-Projekts ENGAGE ist es deshalb, den Zugang zu Verwaltungsdaten deutlich zu erleichtern.
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Datenbanken von Verwaltungen und Institutionen gehören zu einem der wichtigsten Instrumente moderner Forschung. Ziel des im Juni 2011 gestarteten EU-Projekts ENGAGE ist es deshalb, den Zugang zu Verwaltungsdaten deutlich zu erleichtern.© istockphoto.com/alexskopje
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Datenbanken von Verwaltungen und Institutionen gehören zu einem der wichtigsten Instrumente moderner Forschung. Ziel des im Juni 2011 gestarteten EU-Projekts ENGAGE ist es deshalb, den Zugang zu Verwaltungsdaten deutlich zu erleichtern.© istockphoto.com/alexskopje
Innovationsgrad
Marktreife2011
Datenbanken von Verwaltungen und Institutionen gehören zu einem der wichtigsten Instrumente moderner Forschung. Das Problem dabei: Ein Großteil der für Wissenschaftler wichtigen „Datentöpfe“ ist nur über Umwege zugänglich. Sei es, dass nur vor Ort recherchiert werden darf, Lizenzfragen geklärt werden müssen, oder ein zeitraubendes Einarbeiten in die Spezifika des Systems notwendig ist. Ziel des im Juni 2011 gestarteten EU-Projekts ENGAGE ist es deshalb, den Zugang zu Verwaltungsdaten deutlich zu erleichtern.
Wissen ist Macht. Vermutlich muss man es nicht ganz so martialisch ausdrücken, wenn man die volkswirtschaftliche Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für eine Gesellschaft umschreiben will. Aber es ist grundlegend für die Verbreitung und Weiterbearbeitung des Wissens, dass Informationen und Hintergründe einer möglichst großen Zahl Interessierten und vor allem Experten zugänglich gemacht wird. Noch allerdings liegen viele Archive und Datenbanken in nur schwer zugänglichen „Nischen“. Durch spezifische und traditionell gewachsene Strukturen und individuell gestaltete Ein- und Ausgabemasken wird der Zugang zum Wissen erschwert: Wissenschaftler und Forscher müssen sich erst in die jeweiligen Spezifika einer Datenbank einarbeiten, bevor sie nach relevanten Wissensschätzen schürfen können. Zudem ist es derzeit bei Behörden üblich, dass spezielle Daten vor Ort recherchiert werden müssen, ein Remote-Zugriff mit technischen Hürden verbunden ist oder Daten nicht in maschinen-lesbaren Formaten zur Verfügung stehen.
Ziel des EU-Projekts „An Infrastructure for Open, Linked Governmental Data Provision towards Research Communities and Citizens“ (ENGAGE), das im Juni dieses Jahres gestartet wurde, ist es deshalb, eine prototypische Plattform zu entwickeln. Sie soll künftig die Daten des öffentlichen Sektors für die Wissenschaft bereitstellen. Im Idealfall würde damit ein Portal geschaffen, das einerseits den Zugriff auf unterschiedlichste „Datentöpfe“ der Verwaltungen zulässt und andererseits mit einer einheitlichen Ein- und Ausgabemaske arbeitet. Auf diese Weise könnten der zeitraubende Zugang und damit die Forschungsarbeit deutlich erleichtert werden. Auch soll es möglich werden, die häufig noch zusätzlich nötigen Umwege über das Einarbeiten von Lizenzabkommen abzukürzen. Über ein spezielles Feld in der Ausgabemaske würde mitgeteilt, unter welchen Lizenzen welche angeforderten Daten liegen und inwieweit einzelne Berechtigungen operabel sind. Wissenschaftlern könnte dann das mühsame heraussuchen lizenzrechtlicher Informationen auf den unterschiedlichen Webseiten der Lizenzgeber erspart bleiben.
Allerdings gehen die Forscher des Fraunhofer FOKUS davon aus, dass dafür noch eine Vielzahl technischer und semantischer Hürden genommen werden muss und bis Ende der Laufzeit in drei Jahren das Problem der Dateninteroperabilität kaum vollständig gelöst werden kann. Deshalb wollen die insgesamt neun Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft, zu denen neben dem Fraunhofer FOKUS unter anderem IBM, Microsoft, die TU Delft oder die Nationale Technischen Universität Athen gehören, eine Forschungsdatenmanagement und -serviceinfrastruktur anbieten, mit der Daten unter anderem semantisch aufbereitet, transformiert, analysiert und visualisiert werden können. Zudem sollen auch die Erfahrungen des EU-Projekts „Open Cities“ einfließen, an dem die Städte Helsinki, Berlin, Amsterdam, Paris und Barcelona beteiligt sind. Es hat sich zum Ziel gesetzt, durch die Entwicklung neuartiger Technologieplattformen zur Einbindung von Bürgern und Bereitstellung von Diensten und Informationen zum Erzielen von Innovation im öffentlichen Dienst beizutragen .
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