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Der sichere Weg in die Wolke
Software optimiert Unternehmens-Backup in der Cloud
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© Felix Rauhut, Ralph Aichinger / pixelio.de —
OmniCloud des Fraunhofer SIT macht das sichere Verschicken von Daten in die Cloud möglich und vereinfacht außerdem den Wechsel des Anbieters.
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OmniCloud des Fraunhofer SIT macht das sichere Verschicken von Daten in die Cloud möglich und vereinfacht außerdem den Wechsel des Anbieters.© Felix Rauhut, Ralph Aichinger / pixelio.de
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OmniCloud des Fraunhofer SIT macht das sichere Verschicken von Daten in die Cloud möglich und vereinfacht außerdem den Wechsel des Anbieters.© Felix Rauhut, Ralph Aichinger / pixelio.de
Innovationsgrad
Marktreife2013
Dank Cloud Computing könnten bereits in wenigen Jahren eine Vielzahl von Unternehmen in Deutschland ohne hausinterne Rechenzentren auskommen. Damit lassen sich Risiken hinsichtlich Kapitalbedarf, Implementierung, Betrieb und Wartung der IT zwar deutlich verringern, trotzdem hegen viele Unternehmen Zweifel, ob sie ihre sensiblen Daten einer „Wolke“ anvertrauen können. „OmniCloud“ könnte einen Großteil dieser Bedenken zerstreuen: Die Software übergibt nur verschlüsselte Dateien an die Wolke. Auch ein Wechsel des Anbieters wird deutlich einfacher.
Die meisten Unternehmen haben die Frage, ob sie Cloud Computing nutzen werden, offenbar für sich entschieden. Nach einer Studie der Experton Group für den Branchenverband BITKOM wird der Umsatz durch Cloud Computing in Deutschland im B2B-Bereich voraussichtlich von 1,14 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf 8,2 Milliarden Euro im Jahr 2015 steigen. Damit würden innerhalb von fünf Jahren etwa zehn Prozent der gesamten IT-Ausgaben in Deutschland auf diese Technologie entfallen. Trotzdem zeigen Umfragen, dass die Sicherheitsbedenken von Unternehmen teilweise so groß sind, dass sie sich bei der konsequenten und unternehmensweiten Nutzung von Cloud Services trotzdem zurückhalten.
„Insbesondere die Befürchtung, dass wichtige Daten eingesehen werden können, hält etliche Unternehmen von der umfassenden Nutzung des Cloud Computing ab“, erklärt Thomas Kunz vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT. Wie viel Berechtigung diese Befürchtung hat, zeigt beispielsweise eine weltweite Erhebung des Cloud-Security Anbieters Trend Micro unter 1200 IT-Verantwortlichen in größeren Unternehmen, 200 davon aus deutschen Unternehmen. Fast die Hälfte der befragten IT-Entscheider erlebten in den vergangenen zwölf Monaten Sicherheitsprobleme mit ihrem Cloud-Dienstleister. Hinzu kommt die Erwartung vieler Unternehmen, dass mit dem Ausrichten ihrer IT auf einen bestimmten Cloud-Dienstleister ein künftiger Wechsel des Anbieters großen Aufwand bedeuten würde.
Mit „OmniCloud“ entwickelt Fraunhofer SIT daher nun ein Lösungskonzept, das Anwendern den einfachen und sicheren Zugang zu Cloud-Storage-Diensten ermöglicht und einen Anbieterwechsel aktiv unterstützt. Die Idee dabei: Die Daten werden nicht erst zur Wolke transferiert, um hier vom jeweiligen Cloud-Dienstleister verschlüsselt zu werden. Vielmehr findet die nötige Verschlüsselung bereits innerhalb des Unternehmens statt. Dabei werden nicht nur die Dateien gegen unbefugten Zugriff geschützt, auch die Verzeichnisse werden verborgen. Erst im Anschluss erfolgt die Übermittlung der Daten an die Wolke des jeweiligen Wunschanbieters. Indem das komplette Verschlüsselungsmanagement auf Unternehmensseite stattfindet, werden die Sicherheitsstandards transparent und werden für die Unternehmensverantwortlichen kontrollierbar.
„OmniCloud läuft im Unternehmensnetzwerk und funktioniert wie eine intelligente Schnittstelle zwischen Intranet und Wolke“, erklärt Kunz. Dies könnte künftig auch den Providerwechsel deutlich komfortabler gestalten: „Weil OmniCloud wie ein Übersetzungsmodul zwischen verschiedenen Cloud-Schnittstellen (APIs) fungiert, kann die Weiche für einen Weg in eine andere Datenwolke vergleichsweise problemlos umgestellt werden.“ Unternehmen können OmniCloud also über die API ihres bisherigen Anbieters ansteuern. Die Software „übersetzt“ dann die Daten, sobald diese an die API eines neuen Anbieters weitergeleitet werden sollen. Der von Unternehmen befürchtete „Provider-Lock-In“ wird damit aufgehoben.
Integriert ist zudem ein Tool zur De-Duplizierung: Dateien, die auf
Unternehmensseite mehrfach vorhanden sind, werden also nur einmal in der Cloud abgelegt. Selbst, wenn die Anbieter-API diese Funktion eigentlich nicht unterstützt. Das Volumen der übertragenen Daten wird so in der Regel deutlich reduziert. Die Kosten für die Speicherung verringern sich.
Derzeit testen die Experten einen ersten Prototyp des Programms. Zudem sollen Fragen etwa zur Performance („Wie lassen sich große Datenmengen intelligent verarbeiten?“) oder zur Handhabung der unterschiedlichen Schnittstellen von Cloud-Anbietern – einig e Anbieter speichern unterschiedliche Versionen einer Datei, andere bieten diese Funktionalität nicht – umfassend beantwortet werden. „Danach stehen die Chancen gut, dass wir in innerhalb des nächsten Jahres Pilotstatus erreichen und belegen können, dass OmniCloud in jeder Situation zuverlässig arbeitet“, Kunz. Bei einer ersten Präsentation im Oktober auf der IT-Sicherheitsmesse it-sa in Nürnberg stieß OmniCloud bereits auf großes Interesse. (ak)
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