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Bankenstudie für Deutschland und Europa belegt die Bedeutung der IT für den Weg aus der Krise
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Die gute Nachricht zuerst: Trotz turbulenter Zeiten auf den Finanzmärkten blicken die Banken in Deutschland und Europa offenbar mit Zuversicht nach vorne. Der Wettbewerbsdruck hat sich durch die Bankenkrise zwar weiter verschärft. Das Thema beschäftigt die Geldinstitute jedoch bereits seit ein paar Jahren. Die Arbeit an Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz oder zum Aufbau prozessorientierter Strukturen wird daher intensiv weitergeführt. Dabei gewonnene Freiräume sollen in den Kundendialog investiert werden. Dies sind Ergebnisse der Trendstudie „Bank & Zukunft“, die vom Fraunhofer IAO seit dem Jahr 2005 jährlich erstellt wird. Befragt werden dazu die Manager aller Bankengruppen in Deutschland. Seit 2007 wird die Trendanalyse, ergänzt um europäische Themen wie die Entwicklungen im transnationalen Zahlungsverkehr, auch europaweit durchgeführt.
Bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen übernimmt aus Sicht der Banken die IT eine Schlüsselrolle und zwar in mehrfacher Funktion. Einmal bei der Optimierung der Kostenstrukturen: Für Lösungen in diesem Bereich sehen vier von fünf Bankmanagern die Unterstützung der IT als grundlegend an. Der Aufbau durchgängiger und transparenter Systeme zur Datenverarbeitung und Prozessunterstützung schafft zudem die Voraussetzungen, um Kosten effektiv kontrollieren und steuern zu können. Auch bleibt die Optimierung von Geschäftsprozessen weiterhin eine der Kernaufgaben der Banken-IT. Darüber hinaus sieht jeder zweite Branchenvertreter Investitionen in die Weiterentwicklung von Anwendungen für die Beratung im Filialvertrieb als derzeit wichtige Aufgabe an. Dazu würde es allerdings nicht ausreichen, in den Geschäftsstellen geeignete Programme für ein ganzheitliches und bedarfsorientiertes Kundenmanagement zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig müssen auch die IT-Kompetenzen der Mitarbeiter verstärkt gefördert werden. Parallel zu Aktivitäten für die persönliche Kundenbetreuung setzen ebenfalls 50 Prozent der Manager auf IT-Investitionen zum Ausbau ihrer virtuellen Filialen als zweites, wichtiges Standbein für Dienstleistungen am Kunden. Zunehmend setzen die Bankhäuser Technologien des „Web2.0“ ein: So nutzt beispielsweise bereits ein Viertel der Finanzinstitute Kommunikationsplattformen, um Kunden und Berater gezielt mit den gewünschten Informationen zu versorgen.
Bereits angestoßene Entwicklungen weiter zu führen und erfolgreich zu beenden, sind wichtige Bausteine, aber nicht die einzigen Aufgabe, vor der Banken aktuell stehen. Um gestärkt aus der Krise gehen zu können, müssen sie in vielen Bereichen das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen. Der Beitrag der IT liegt dabei zum Beispiel darin, ein transparentes Kredit- und Risikomanagement zu sichern oder die Geschäftsstrukturen der Institute nachvollziehbar und klar abgegrenzt zu gestalten. Zudem beschäftigt sich jede zweite Bank derzeit verstärkt mit ihrer eigenen Ausrichtung am Markt. Dazu gilt es, Strategien zu formulieren und organisatorisch wie technisch in die Geschäftsabläufe einzubinden, um Wertschöpfungsprozesse besser sichtbar zu machen, die unterschiedlichen Vertriebskanäle gezielt zu stärken und sich auf dem Markt eindeutig zu positionieren.
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