Service für Bank und Kunde

Bankenstudie für Deutschland und Europa belegt die Bedeutung der IT für den Weg aus der Krise

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14. Dezember 2009 — 

Die gute Nachricht zuerst: Trotz turbulenter Zeiten auf den Finanzmärkten blicken die Banken in Deutschland und Europa offenbar mit Zuversicht nach vorne. Der Wettbewerbsdruck hat sich durch die Bankenkrise zwar weiter verschärft. Das Thema beschäftigt die Geldinstitute jedoch bereits seit ein paar Jahren. Die Arbeit an Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz oder zum Aufbau prozessorientierter Strukturen wird daher intensiv weitergeführt. Dabei gewonnene Freiräume sollen in den Kundendialog investiert werden. Dies sind Ergebnisse der Trendstudie „Bank & Zukunft“, die vom Fraunhofer IAO seit dem Jahr 2005 jährlich erstellt wird. Befragt werden dazu die Manager aller Bankengruppen in Deutschland. Seit 2007 wird die Trendanalyse, ergänzt um europäische Themen wie die Entwicklungen im transnationalen Zahlungsverkehr, auch europaweit durchgeführt.

Bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen übernimmt aus Sicht der Banken die IT eine Schlüsselrolle und zwar in mehrfacher Funktion. Einmal bei der Optimierung der Kostenstrukturen: Für Lösungen in diesem Bereich sehen vier von fünf Bankmanagern die Unterstützung der IT als grundlegend an. Der Aufbau durchgängiger und transparenter Systeme zur Datenverarbeitung und Prozessunterstützung schafft zudem die Voraussetzungen, um Kosten effektiv kontrollieren und steuern zu können. Auch bleibt die Optimierung von Geschäftsprozessen weiterhin eine der Kernaufgaben der Banken-IT. Darüber hinaus sieht jeder zweite Branchenvertreter Investitionen in die Weiterentwicklung von Anwendungen für die Beratung im Filialvertrieb als derzeit wichtige Aufgabe an. Dazu würde es allerdings nicht ausreichen, in den Geschäftsstellen geeignete Programme für ein ganzheitliches und bedarfsorientiertes Kundenmanagement zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig müssen auch die IT-Kompetenzen der Mitarbeiter verstärkt gefördert werden. Parallel zu Aktivitäten für die persönliche Kundenbetreuung setzen ebenfalls 50 Prozent der Manager auf IT-Investitionen zum Ausbau ihrer virtuellen Filialen als zweites, wichtiges Standbein für Dienstleistungen am Kunden. Zunehmend setzen die Bankhäuser Technologien des „Web2.0“ ein: So nutzt beispielsweise bereits ein Viertel der Finanzinstitute Kommunikationsplattformen, um Kunden und Berater gezielt mit den gewünschten Informationen zu versorgen.

Bereits angestoßene Entwicklungen weiter zu führen und erfolgreich zu beenden, sind wichtige Bausteine, aber nicht die einzigen Aufgabe, vor der Banken aktuell stehen. Um gestärkt aus der Krise gehen zu können, müssen sie in vielen Bereichen das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen. Der Beitrag der IT liegt dabei zum Beispiel darin, ein transparentes Kredit- und Risikomanagement zu sichern oder die Geschäftsstrukturen der Institute nachvollziehbar und klar abgegrenzt zu gestalten. Zudem beschäftigt sich jede zweite Bank derzeit verstärkt mit ihrer eigenen Ausrichtung am Markt. Dazu gilt es, Strategien zu formulieren und organisatorisch wie technisch in die Geschäftsabläufe einzubinden, um Wertschöpfungsprozesse besser sichtbar zu machen, die unterschiedlichen Vertriebskanäle gezielt zu stärken und sich auf dem Markt eindeutig zu positionieren.

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Letzte Kommentare auf InnoVisions

15 Kommentare

Clouddienste sind vorerst vor allem was für Informations-und Wissensjunkies in Wissensberufen. Ob sie sich über Facebook hinaus überhaupt jemals stark in der Masse durchsetzen werden, wage ich stark zu bezweifeln.

Vertrauen? Sicherheit? Ach, funktionieren soll es!

Michael P. via InnoVisions am 08. März 2012

Das ist mal was wirklich nützliches. Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass Menschen den Aktionsradius, die Beweglichkeit und Geschwindigkeit von Industrierobotern oft unterschätzen. Jetzt bitte noch so, dass man nicht erst ein 3D-Modell der Halle mit allen Anlagen bauen muss, sondern, dass das System selbst lernt, welcher Roboter sich in welchen bereichen bewegt.

Sicher arbeiten mit Kollege Roboter

Mohser via InnoVisions am 22. Februar 2012

Vielen Dank für Ihre Information und Ihren Kommentar. Bezugnehmend auf den ersten Punkt, so berichten wir in unserem Beitrag darüber, dass embedded high speed Hardware Komponenten am Fraunhofer HHI entwickelt werden, jedoch nicht an der HTW Berlin. „[…] entwickeln die Spezialisten für High-Speed-Hardware-Architekturen am Fraunhofer HHI neuartige Hardware-Komponenten. […]“ Bitte entschuldigen Sie jedoch vielmals den Fehler bzgl. der Position von Prof. Gregorius. Diesen Sachverhalt werden wir umgehend in dem Artikel richtig stellen.

Embedded Systems am Fraunhofer HHI

InnoVisions Redaktion - Ines Lehrke via InnoVisions am 22. Februar 2012

Richtigstellung zu falschen Angaben in diesem Beitrag Der seit 15 Jahren an der HTW angebotenen Studiengang Mikrosystemtechnik bildet in erster Linie neben einschlägigen Grundlagen Studenten auf den fachlichen Gebieten Entwurfstechniken, Applikation und Technologie der Mikrosystemtechnik erfolgreich aus. Im Zusammenhang damit bestanden und bestehen viele Beziehungen mit Betrieben und Institutionen vor allem in Berlin. Mit einiger Überraschung nehmen deswegen die langjährigen Professorenkollegen im Studiengang Mikrosystemtechnik der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) hier zur Kenntnis, dass neuartige embeddet high speed hardware Komponenten in unserem Studienbereich entwickelt werden sollen. Davon ist uns nichts bekannt. Auch existiert in unserer (Fach-) Hochschulstruktur überhaupt kein Institut für Mikrosystemtechnik. Im vergangenen Jahr wurde dagegen die im Studiengang Mikrosystemtechnik vakante Stelle für Lehraufgaben auf den Gebieten Mikroelektronik, Mikrooptik und Mikrosensorik mit dem Kollegen Prof. Gregorius - [...] – wieder besetzt. [...] [A.d.R.: Kommentar wurde gekürzt, um den Schutz der Privatsphäre im Arbeitsverhältnis zu gewährleisten.] Der Studienganssprecher für Mikrosystemtechnik an der HTW Berlin.

Embedded Systems am Fraunhofer HHI

Schauer via InnoVisions am 21. Februar 2012

Sie haben es ja noch Gold...ich arbeite im Gesundheitswesen - auf unseren Kongressen wird immer wieder deutlich, dass die meisten Kassenfürsten, Ärztevertreter und Klinikkonzernherrscher immer noch hoffen, dass dieses Internet nur eine Modeerscheinung ist und wir bald wieder alles auf Holz klöppeln wie '87. Ich will immer Steine schmeissen, wenn ich da im Publikum sitze.

E-Mobile – Zeit für den Bildschirmwechsel

MQuentin via InnoVisions am 24. Oktober 2011

Eine sicher gute Idee, aber durch die zahlreichen Sicherheitslücken (http://www.ausweis-app.com/sicherheitsluecke/gehackt-malware/) und die geringe Akzeptanz im Internet (aktuell noch), stellt sich die frage nach dem Nutzen.

Der Ausweis fürs Netz

Alex via InnoVisions am 20. September 2011

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