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Das Wunschprogramm wird mobil
Ohne Technikhürden von Gerät zu Gerät wechseln
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Videodateien werden automatisch am heimischen TV-Gerät in bester HD-Qualität und unterwegs in mobiltauglicher Auflösung eingespielt.© Fraunhofer ESK
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Ein geräteübergreifender Profilserver sorgt dafür, dass Mediendateien nahtlos mit dem gesamten Entertainment-Equipment genutzt werden können.© Fraunhofer ESK
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Innovationsgrad
Marktreife2013
„Multimediafähigkeit“ gehört beim technischen Alltagsequipment inzwischen zur Grundausstattung. Fernseher, PC, Handy und die Entertainmentkonsole im Auto: Sie alle bieten Seh- und Hörgenuss für Musikdateien, Videos und komplette Spielfilme. Der Wechsel von einem Gerät zum anderen allerdings ist – noch – alles andere als komfortabel. Einmal ist das Smartphone vom HD-Video schlicht überfordert, ein anderes Mal muss die richtige Stelle im Hörbuch erst wieder gefunden werden. Ein intelligentes Geräte- und Medienprofil soll nun nahtloses Entertainment jederzeit und überall ermöglichen.
So erfreulich es ist, dass für zuhause und unterwegs ein immer besseres und umfassenderes Entertainment-Equipment verfügbar ist. So wächst bei den Nutzern doch – verständlicherweise – damit auch der Wunsch, die persönliche Mediensammlung über alle Geräte hinweg komfortabel und nahtlos nutzen zu können – also zeit-, orts- und geräteunabhängig.
Bisher fehlt dafür jedoch die entscheidende Schnittstelle. Unter der Koordination des Fraunhofer ESK entwickeln daher die Audi AG, die BMW Forschung und Technik GmbH, die Loewe Opta GmbH, die SpaceNet AG und die Forschungsinstitute Fraunhofer IIS und das Institut für Rundfunktechnik GmbH eine Systemlösung, mit der nahtloses Entertainment jederzeit und überall möglich werden soll. Ziel ist es, die dabei derzeit noch bestehenden Hürden durch Profile zur nahtlosen Fortsetzung, durch konsistente Verwaltung der Medieninhalte und durch auf die Endgeräte optimierte Formatanpassung zu überwinden. Das Projekt wurde von den bayerischen Clusterinitiativen für audiovisuelle Medien und für Informations- und Kommunikationstechnologie „BICC-Net“ initiiert und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie gefördert.
Ein Kernelement des Projektes ist die Verknüpfung aller vom Nutzer gespeicherten Medien und aller Geräte seines Entertainment-Equipments über einen Profilserver im Internet. Dort kann der Nutzer sein persönliches Profil anlegen. Dieses umfasst einmal die Informationen zu den technischen Möglichkeiten der verschiedenen Geräte. Zudem können individuelle Vorlieben hinterlegt werden. So lassen sich im Auto etwa gezielt die eigenen Playlisten mit klassischer Musik und den Hörbüchern anzeigen, auf dem iPad dagegen die Videosammlung präferieren. Das persönliche Internetprofil merkt sich zusätzlich geräteunabhängig den aktuellen Status der einzelnen Mediendateien. Damit wird es möglich, das Hörbuch oder den Fernsehbeitrag auf allen Geräten exakt an der Stelle wiederaufzunehmen, an der sie zuvor an einem anderen Gerät unterbrochen wurde. Damit dies an den unterschiedlichen Geräten auch möglich ist, steuert der Profilserver auch die automatische Transkodierung der Mediendateien. Der Film, der zuhause am TV-Gerät im 16:9-Format in Full HD angezeigt wurde, wird damit problemlos am Smartphone in dem optimal auf dessen Rechenkapazität und dessen Displayauflösung angepassten Format fortgesetzt.
Die Verbindung der einzelnen Geräte zum Profilserver im Internet ist über die jeweils verfügbaren Kanäle wie Handynetz oder WLAN problemlos möglich. Denn die für den Abruf von Profilinformationen und Playlisten erforderlichen Datenraten sind vergleichsweise gering. Für die Medieninhalte selbst dagegen sind verschiedenste Wege der Übertragung und Speicherung möglich. Weil etwa Mobilfunk mit entsprechend hohen Datenraten nicht flächendeckend zuverlässig verfügbar ist, können die Mediendaten auch über einen USB-Stick oder eine externe Festplatte für die Nutzung am Smartphone oder auf der Entertainment-Konsole im Auto bereit gestellt werden. Über das online jederzeit verfügbare persönliche Profil werden die Datenquellen dabei synchronisiert und damit wird ein nahtloser Entertainment-Genuss auch nach einem Wechsel auf ein anderes Abspielgerät möglich.
Die Verknüpfung der lokalen Datenquellen über das alle Geräte umfassende persönliche Medienprofil soll nicht nur das nahtlose Weitersehen oder -hören gespeicherter Mediendateien ermöglichen. Ein weiteres Ziel der Projektpartner ist es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass auch Live-Übertragungen von Fernsehsendern oder von Internetplattformen unterbrechungsfrei auf den verschiedenen Abspielgeräten weiter verfolgt werden können. Drittens erlaubt die Transkodierung der Medieninhalte in ein von der Digital Living Network Alliance (DLNA) standardisiertes Wiedergabeformat eine problemlose Nutzung der Dateien auf allen Endgeräten im dafür jeweils optimalen Format. Gleichzeitig wird darauf geachtet, dass die Anzahl der dafür erforderlichen Formate gering bleibt. Zusätzlich sind alle Systemkompetenzen der Projektpartner so gestaltet, dass der damit mögliche nahtlose Medienkonsum künftig noch um weitere Komponenten wie Streaming-Technologie oder Social-Network-Integration erweitert werden kann.
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