Berliner Firmenlauf 2012

Cockpit für die Cloud

Tool für mehr Sicherheit von Cloud-Systemen

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© alexander kirch — 

Cloud Computer

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Marktreife2011

22. April 2011 — 

Cloud Computing boomt mit hohen zweistelligen Wachstumsraten. Das Anmieten von IT-Infrastrukturen über das Internet ist in vielerlei Hinsicht attraktiv: individuelle Abrechnung der Dienste entsprechend der Nutzungsdauer, Einsparung lokaler Soft- und Hardware-Ressourcen und flexible Kapazität zur Abdeckung von Belastungsspitzen. Das große Hemmnis hingegen sind Sicherheitsbedenken. Ein Cloud-Cockpit des Fraunhofer-Institut SIT demonstriert nun Datenverschlüsselung, Datenüberwachung und automatische Datenverschiebung in der Wolke.

Der Umsatz von Cloud Computing Dienstleistungen wird in diesem Jahr mit Geschäftskunden und Privatverbrauchern um rund 55 Prozent auf insgesamt 3,5 Milliarden Euro steigen. Bis 2015 wird der Cloud-Markt auf 13 Milliarden Euro zulegen. Dann werden etwa zehn Prozent der gesamten IT-Ausgaben in Deutschland auf diese Technologie entfallen. Das ergab eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens Experton Group. Trotzdem zeigen sich derzeit viele vor allem deutsche Firmen eher zurückhaltend bei der Nutzung von Cloud Computing. Die Studie „XaaS Check 2010“ der Forschungsgruppe der Technischen Universität Darmstadt und des Beratungsunternehmen Wolfgang-Martin-Team sowie IT Research begründet dies unter anderem damit, dass die Verantwortlichen Zweifel an der Sicherheit der Anwendung und der Vertraulichkeit der auf externen Systemen gespeicherten oder verarbeiteten Daten haben. Zudem lässt sich Cloud Computing in einigen Fällen nicht mit der Einhaltung von Gesetzen und unternehmensinternen Richtlinien („Compliance“) vereinbaren.

Das Grundproblem besteht darin, dass es in der Welt des Cloud Computing wenig Standards gibt und die Plattformen unterschiedlich gestaltet sind. Das macht es für Unternehmen schwer, verschiedene Systeme gleichzeitig zu bedienen. Um das Management von Cloud Diensten zu vereinfachen und gleichzeitig eine Möglichkeit zu entwickeln, mit der IT-Verantwortliche das Risiko für Unternehmensdaten einschätzen und kontrollieren können, hat das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT ein Cockpit für die Cloud entwickelt. Das Cloud-Cockpit ist eine attraktive, mittels eines Touch Screens bedienbare Oberfläche, unter der verschiedene Entwicklungen zusammengefasst sind, die wiederum Lösungen für die Datenverschlüsselung, Datenüberwachung und automatische Datenverschiebung in der Cloud beinhalten. Grundlage ist ein innovatives, feingranulares Verschlüsselungskonzept, das Informationen vor dem unbefugten Zugriff Dritter schützt und nur bei Bedarf diejenigen Informationen entschlüsselt, die wirklich benötigt werden. Es ist dabei möglich, in graduellen Abstufungen genau zu definieren, welche Datensätze oder Programme entschlüsselt und zur Verwendung freigegeben werden können und welche nicht. Die Lösungen können individuell angepasst und in Cloud Management Tools integriert werden.

Zur Messung der Sicherheit von Cloud-Diensten wurden Kennwerte entwickelt. Dazu gehören unter anderem Messwerte zur Verfügbarkeit und andere überprüfbare Sicherheitsmaßnahmen, mit denen der Sicherheitslevel des Anbieters festgestellt werden kann. Dank dieser Kennzahlen können Unternehmen prüfen, ob das jeweilige System den eigenen Sicherheitsanforderungen genügt. Falls dies nicht der Fall ist, lassen sich die Daten von einer Cloud in eine andere verschieben. Um diese Flexibilität zu verdeutlichen, differenziert das Cloud-Cockpit zwischen den Betreibermodellen Private Cloud, Community Cloud und Public Cloud, da diese in ihren Sicherheitseigenschaften variieren.

Das Cloud-Cockpit basiert auf aktuellen Arbeiten des Fraunhofer Cloud Security Lab in München und lässt sich in gemeinschaftlicher Entwicklungsarbeit mit dem Fraunhofer SIT auf die spezifischen Anforderungen eines Unternehmens individuell anpassen.

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http://innovisions.de/beitraege/cockpit-fuer-die-cloud/

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