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Business in Bewegung
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Tante Emma? Der kleine Laden, den es früher in jedem Dorf und an fast jeder Straßenecke in der Stadt gab, hat noch längst nicht ausgedient. Aber der „One-women“-Shop wird immer das bleiben, was er ist: Klein und ein wenig unvollkommen. Dafür aber beschaulich. Tante Emmas „Enkel“ jedoch sind auf Wachstum programmiert. Das liegt vor allem am stetig steigenden Erfolg der Online-Shops und an einer Logistik, die in vielen Bereichen (vergleichsweise) reibungslos funktioniert.
Über 50 Prozent des Branchenumsatzes im Versandhandel kommen über das Web zustande. Im vergangenen Jahr konnten laut Bundesverband des Deutschen Versandhandels alle Versender ihre Online-Umsätze steigern. Die Deutschen geben mittlerweile über 20 Milliarden Euro jährlich für Bestellungen im Internet aus. Und mit der Einführung des neuen Personalausweises wird das Online-Geschäft deutlich sicherer und das Interesse am virtuellen Einkauf noch stärker werden: Denn über den Ausweis ist nun ein elektronischer Identitätsnachweis möglich, mit dem sich Nutzer und Anbieter von Online-Shops eindeutig im Netz identifizieren lassen können.
Aber es sind nicht nur klassische Business-to-Consumer-Shopswie beispielsweise Amazon, die das Online-Geschäft pushen. Auch der Handel zwischen Unternehmen wird von der Online-Beschaffung dominiert. Sechs von zehn Unternehmen in Deutschland bestellen ihre für die Produktion benötigten Materialien, Bauteile und Waren im Internet. Auch in anderen europäischen Ländern sind Bestellungen via Mausklick weit verbreitet: im Durchschnitt aller 27 EU-Länder kaufen 40 Prozent der Firmen online ein. Trotzdem aber gibt es eine Fülle von Einkäufen, bei denen das persönliche Gespräch mit einem Handelsvertreter sinnvoll ist. Spezielle Systeme helfen Handelsvertretern daher künftig, auch unterwegs immer auf dem Laufenden zu bleiben.
Eine möglichst geringe Lagerhaltung gehört in vielen Branchen zur Maxime. Um dennoch die Produktion nicht ins Stocken zu bringen, verknüpfen sich Unternehmen mit ihren Lieferanten. Die Konsequenz: Wird eine Bestellung ausgelöst, erscheint diese praktisch zeitgleich im Computersystem des Lieferanten. Damit bekommt das „Zwischenglied“, also der reibungslose Warentransport eine existenzielle Bedeutung - und das nicht nur für den Bereich des Onlinehandels. Viele Mittelständler nutzen mittlerweile Logistik, um Produktionsstandorte miteinander zu verbinden, Absatz- und Beschaffungsmärkte zu erschließen und Kapital durch schlanke Prozesse für neue Wachstumsraten freizusetzen. Dass insbesondere bei den kleineren Logistikanbietern das Cloud Computing künftig verstärkt genutzt werden dürfte, hat sowohl für die Unternehmen als auch ihre Kunden wichtige Vorteile. Denn die Anbieter können so ihre Logistik-Soft- und Hardware flexibel an den aktuellen Bedarf anpassen.
Unterm Strich:
110: Anzahl der Waren, die Amazon während des Weihnachtsgeschäfts pro Sekunde weltweit verkauft
20: Anzahl der Waren, die Amazon während des Weihnachtsgeschäfts pro Sekunde in Deutschland verkauft
30: Prozent Anzahl der Senioren, die mittlerweile online einkaufen
13,4 Milliarden Euro: Umsatz in Deutschland bei online bestellter Mode – der aktuell dominierenden Warengruppe im Internet
53 Prozent: Anteil der Frauen unter den online-Bestellern
60 Prozent: Anzahl der Firmen in Deutschland, die via Internet einkaufen
5.300: Anzahl der Ausgabestellen für den neuen Personalausweis
14 Millionen: Anzahl der Menschen, die ihren alten Personalausweis freiwillig vor Ablauf der Gültigkeit umtauschen würden
150 Milliarden: US-Dollar Prognostizierter Wert des Marktes für Cloud Computing im Jahr 2013
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