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Aussichten: heiter und wolkig
Sicherheit in der Wolke? eGov CD bietet mit trustedSafe eine Lösung.
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Die Wolke hat Gegenwind aufgrund von Sicherheitsbedenken. Doch dieser wid sie hoffentlich zu Lösungen und heiteren Gefilden tragen.
Innovationsgrad
Marktreife2011
Vertrauen war schon immer die größte Hürde für die Nutzung von Cloud Computing in Unternehmen. Das ist durch die Pannen bei Sony, Amazon und Dropbox nicht besser geworden. eGov Consulting & Development, eine Ausgründung des Fraunhofer Instituts für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS), bietet mit dem Programm trustedSafe eine Möglichkeit, sicher in die Wolken zu gehen.
Die Diskussion, die um die Sicherheit von Cloud Computing seit dem Einbruch bei Sony und dem Ausfall von Amazons Service EC2 durch On- und Offlinemedien schwebt, hat gerade neues Futter bekommen. Am 19. Juni war es für vier Stunden möglich, sich in einen Dropbox-Account nur mit der E-Mail-Adresse des Nutzers einzuloggen, denn das System akzeptierte jedes beliebige Passwort. Obendrein lancierte Apple jüngst seine iCloud, deren Sicherheit ebenfalls hinterfragt wird. Die Wolke hat also ein Image-Problem. Ihre Vorteile liegen für viele zwar klar auf der Hand: flexible Zuteilung von Speicherkapazitäten, Kostenersparnis durch maßgeschneiderte Nutzung und die Möglichkeit, Daten von überall aus dem Internet abzurufen. Doch genau diese Vorteile sind es, die gleichermaßen verantwortlich sind für das Misstrauen, mit dem sich das Cloud Computing nach wie vor herumschlagen muss. Laut einer Studie von PriceWaterhouseCoopers vom Mai 2011 stehen Sicherheitsbedenken etwa bei mittelständischen Unternehmen nach wie vor fast an erster Stelle, wenn es um die Einführung von Cloud Computing geht. Und bei einer Umfrage unter Unternehmen durch Deloitte Consulting kam das mangelnde Vertrauen in die Wolke gleich auf Platz 2 bei den Hinderungsgründen.
„Vernünftige Clouds herstellen“, forderte Gunter Dueck, Chief Technology Officer bei IBM, gegenüber InnoVisions vor kurzem auf dem Green IT Forum. Zum Beispiel: „Wenn die Daten über’s Netz geschickt werden, nicht über China und wieder zurück. Im Internet wissen Sie ja nicht, wo’s lang geht.“ Vom anderen Zipfel der Wolke her gedacht und doch dasselbe Thema. Nicht zu wissen, was genau mit den Daten passiert, ist genau das Problem. Wie erlange ich größtmögliche Kontrolle über meine Daten und mache sie damit auch sicherer? Damit haben sich das Fraunhofer FOKUS und eGov CD eingehend befasst. eGov Consulting & Development bietet Produkte und Dienstleistungen im eGovernment-Umfeld an und hat sich vor allem dem Thema „Trusted Cloud“ verschrieben. Dabei wurde nicht unbedingt die Wolke selbst vernünftiger gemacht, aber der Umgang mit den Daten darin, und zwar von Verbraucher-Seite. Basierend auf einer Entwicklung des Fraunhofer FOKUS bietet eGov CD das Programm trustedSafe an. Ein Programm, das dem Nutzer völlige Kontrolle über seine Daten auch bei der Nutzung von Cloud-Diensten ermöglicht. „Im Prinzip läuft es so, dass Dokumente zerstückelt, die Stücke anonymisiert und dann auf mehrere Cloud Storages verteilt werden“, erklärte Walter Seemayer von eGov CD das trustedSafe-Prinizp dieses Jahr auf der CeBit. „Ein letztes Stück bleibt auf dem sogenannten Safe Key, zusammen mit der Beschreibung, wie die Daten wieder zusammengesetzt werden“, so Seemayer weiter. Der Safe Key kann zum Beispiel ein USB-Stick sein. Ist der Safe Key eingestöpselt, ist auch der Safe online. Wird der Safe Key abgezogen, geht der Safe sofort offline. Durch die verbliebenen entscheidenden Informationen auf dem Safe Key hat der Nutzer absolute Kontrolle über seine Daten.
Die Institute des Fraunhofer-Verbundes IuK-Technologie arbeiten auch an anderen Stellen an der Sicherheit des Cloud Computing. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), hat die Problematik ebenfalls erkannt und fördert im Rahmen des Wettbewerbs „Trusted Cloud“ Projekte, die Lösungen für sicheres Cloud Computing für Mittelstand und öffentlichen Sektor entwickeln. Ganze sieben Projekte mit Fraunhofer-Beteiligung wurden dabei ausgezeichnet. Sicherheitslösungen wird die Bundesregierung selbst gut gebrauchen können, denn im Herbst letzten Jahres wurde das Aktionsprogramm „Cloud Computing“ lanciert. Die Wolke wird sich also vom derzeitigen Gegenwind nicht wegpusten lassen. Die aufgekommenen Fragestellungen können jedoch produktiv genutzt werden und führen dazu, dass Lösungen entwickelt werden, die zu mehr Vertrauen und Akzeptanz führen. (kda)
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