Cebit Innovation Award

Anschlussprobleme einfach wegklicken

Serviceterminal überwindet die Einstiegshürden bei der Verbindung zwischen Büro-IT und den Mobiltelefonen der Mitarbeiter

Innovationsgrad

REDAKTION:

0

7

COMMUNITY:

0

0

Marktreife2009

21. November 2008 — 

Das Handy als ständiger Begleiter wandelt sich immer mehr zum Allround-Talent, das an anstehende Termine erinnert und gesammelte Visitenkarten speichert oder mit dem sich unterwegs E-Mails lesen und Informationen aus dem Internet abrufen lassen. Zumindest dann, wenn sich sein Besitzer mit den vielfältigen Funktionen seines technischen Begleiters erst einmal vertraut gemacht hat. Dass Mitarbeiter von Unternehmen ihre persönlichen Vorlieben für den einen oder anderen Gerätetyp berücksichtigt sehen wollen, weil sie die spezifischen Eigenschaften des eigenen Mobiltelefons am besten kennen, ist deshalb naheliegend und im Regelfall auch sinnvoll. Auch technisch spricht meist nichts gegen diesen Wunsch: Ein großer Teil der Mobiltelefone bietet inzwischen auch vielfältige Möglichkeiten, Dienstprogramme für eine sichere Verbindung mit der Unternehmens-IT zu installieren und so seinem Besitzer Zugriff etwa auf die Adressdatei oder die Terminliste am Arbeitsplatz zu bieten oder ihn an das unternehmensweite Instant Messaging System anzubinden. Sind entsprechende Clientprogramme erst einmal auf dem Handy installiert und die Grundeinstellungen für die Verbindung zur Firmen-IT vorgenommen, ist über eine Device-Management-Lösung auch eine zentrale Administration aller angeschlossenen Mobiltelefone im Unternehmen möglich. So lassen sich vom Administrator per Fernzugriff die Funktionen und Programme steuern, erweitern oder aktualisieren. Ein Problem bleibt allerdings bestehen: Auf jedem einzelnen Mobiltelefon muss eine Erstinstallation durchgeführt werden. Nur so können nötige Clients installiert und die Geräteparameter entsprechend konfiguriert werden. Für die Administratoren im Unternehmen bedeutet dies, dass sie sich in die Eigenheiten jedes einzelnen der von den Mitarbeitern genutzten Gerätetypen einarbeiten müssen. Bei einigen Hundert, in größeren Unternehmen auch mehreren Tausend Mobiltelefonen erfordert dies einen erheblichen Aufwand. Zudem dürfte fast kein Tag vergehen, an dem nicht neue Mitarbeiter ins mobile Unternehmensnetz mit aufgenommen werden müssen oder ein Mitarbeiter sein Mobiltelefon durch ein neues ersetzt. Immer wieder müssen die nötigen Erstinstallationen durchgeführt werden. Eine Lösung bietet ein am Fraunhofer ESK entwickeltes Terminal, an dem auch die Mitarbeiter selbst mit ihrem Mobiltelefon problemlos die Erstanbindung an das Unternehmensnetzwerk vornehmen können. Die mit einem Touch-Screen ausgestattete „Service-Tankstelle“ führt den Mitarbeiter Schritt für Schritt bis zum Abschluss der Konfiguration. Zuerst wählt er am Bildschirm den Dienst aus, den er mit seinem Handy künftig nutzen möchte. Das Terminal verbindet sich über WLAN oder Bluetooth mit dem Mobiltelefon und stellt selbsttätig den Gerätetyp sowie das vorhandene Betriebssystem fest. Auf der Basis dieser Daten wird ein individuelles Installationspaket mit den erforderlichen Programmen zusammengestellt. Anschließend werden die erforderlichen Anwendungen automatisch auf dem Mobiltelefon installiert. Auch die notwendigen Änderungen von Parametern oder das Einrichten zusätzlicher Verbindungsmöglichkeiten am Mobiltelefon übernimmt der Konfigurationsassistent des Terminals. Im Idealfall braucht der Mitarbeiter die Installation an seinem Handy mit nur einem Knopfdruck bestätigen. Falls bei „exotischeren“ Gerätetypen dennoch mehrere Einstellungen per Hand notwendig sind, erfährt der Mitarbeiter über eine detaillierte Bildschirmanleitung, welche Installationsschritte von ihm durchgeführt werden müssen.

Dass das Tool nicht an das Internet angebunden ist, um beispielsweise eine Ferninstallation durchführen zu können, ist vor allem Sicherheitsüberlegungen geschuldet. Denn durch eine stationäre Lösung sind weder technische Verfahren zur Authentisierung oder zur Verschlüsselung des Datenverkehrs während der Einrichtung der Verbindung zwischen dem Mobiltelefon und dem Unternehmensnetz nötig. Vielmehr reicht es aus, einen zugangsgeschützten Bereich im Unternehmen zu reservieren, in dem auch die WLAN- und Bluetooth-Anbindung vor unberechtigten Dritten abgeschirmt ist. (mab)

118 mal gelesen

0 Kommentar(e)

http://innovisions.de/beitraege/anschlussprobleme-einfach-wegklicken/

Kommentare zu diesem Beitrag

0 Kommentare