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Anschluss mit Hindernissen
Auf der Suche nach einheitlichen Schnittstellen und umfassenden Lösungen für das Management mobiler Endgeräte
Smartphone, PDA oder Handy: Das Büro zum „Einstecken“ wird von Unternehmen immer häufiger eingesetzt: Unterwegs zum Geschäftstermin ermöglichen die kleinen elektronischen Helfer den Zugriff auf Adressdaten oder Terminpläne, lassen sich schnell noch die E-Mails checken, und auch der Außendienstmitarbeiter hat die Kundendaten im unternehmensweiten CRM-System immer vor Ort parat. Doch mit der Anzahl der mobilen Geräte pro Unternehmen nimmt auch die Gerätevielfalt weiter zu. Immer mehr Hersteller bieten Geräte für den Businesseinsatz an. Rund 40 Millionen Smartphones wurden allein im vergangenen Jahr verkauft. Bei der Auswahl der Geräteflotte müssen die IT-Entscheider in den Unternehmen jedoch nicht nur die Funktionalitäten der Mobility-Lösungen im Blick haben, sondern auch die Möglichkeiten, den Zugriff auf das Firmennetzwerk zentral zu steuern und notwendige Sicherheitsvorgaben durchsetzen zu können. Eine Softwarelösung, die alle diese Anforderungen auf einer Plattform integriert, suchen sie am Markt noch vergeblich. Denn eine auch für eine heterogene Endgerätelandschaft einsetzbare Alternative verfügt zum Beispiel nur über eingeschränkte Funktionen beim Auslesen von Konfigurationsdaten oder der Einrichtung und Administration von Applikationen und Netzdiensten. Dies ergab eine am Fraunhofer ESK durchgeführte Bestandsaufnahme der führenden Produkte am deutschen Markt.
Ein zumindest weitgehend zufriedenstellender Funktionsumfang lässt sich erreichen, wenn auf ein System eines einzigen Herstellers gesetzt wird. Damit ist aber auch die Auswahl der mobilen Endgeräte auf das Angebot dieses einen Herstellers beschränkt. Weil einheitliche Schnittstellen und standardisierte Kommunikationsverfahren für die Anbindung der Handhelds an die Firmen-IT fehlen, muss bei herstellerübergreifenden Softwarelösungen im Einzelfall umständlich und zeitaufwändig geprüft werden, mit welchem Funktionsumfang die im Unternehmen vorhandenen Typen und Betriebssysteme der Mobilgeräte auch unterstützt werden.
Ein vom Fraunhofer ESK in Zusammenarbeit mit Berlecon Research veröffentlichter Report gibt IT-Entscheidern einen Überblick über die aktuell verfügbaren Gestaltungsmöglichkeiten zur Integration der Mobilgeräte in die Firmen-IT. Dabei wurden Synchronisationslösungen mit integrierten Device-Management-Funktionen wie zentraler Software-Verteilung, Inventarisierung und Remote-Konfiguration sowie reine Device-Management-Lösungen berücksichtigt. Zur Erleichterung der Entscheidung für eines der Produkte entwickelte das Fraunhofer ESK einen Kriterienkatalog, der Auskunft gibt über die jeweiligen Leistungsmerkmale, die in Bezug auf Handhabung, Gerätemanagement und Endgerätesicherheit erfüllt sein müssen oder können. Geht etwa ein Mobilgerät mit sensiblen Firmendaten vorübergehend oder endgültig verloren, sind Sicherheitsmerkmale wie eine Gerätesperre und Datenlöschung per Fernzugriff unverzichtbar. Und nur, wenn über das Device-Management gleichzeitig auch ein regelmäßiges Backup angelegt werden kann, ist eine Wiederherstellung der individuellen Geräteeinstellungen und der gespeicherten Daten gesichert. Sinnvoll, so die Empfehlung, kann deshalb auch ein kombinierter Einsatz von Synchronisationstools mit einem zusätzlichen Device-Management-Programm sein.
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